planet solitude                                   

Foto: Isabella Stein

Einführung

 

Planet solitude ist ein offenes, künstlerisches Ausstellungsprojekt zum Thema Landschaft mit dem Vorhaben, in einem längeren Zeitraum eine ganze Ausstellungsreihe zu organisieren, jeweils mit variabler Zusammensetzung und an verschiedenen Orten. Jede Ausstellung trägt den Titel planet solitude, gefolgt mit den geographischen Koordinaten des jeweiligen Ausstellungsortes. Das Konzept dieses Ausstellungsprojektes entstand 2014 aus den Gesprächen zwischen den KünstlerInnen Mollu Heino (ansässig in Finnland) und Anna Kiiskinen (ansässig in Deutschland).  

 

2015 fand die Ausstellung planet solitude 61°29'N, 21°48'E in P-Galleria, Pori, Finland, statt.

Beteiligt waren die in München ansässige Künstlerinnen Theresia Hefele, Anna Kiiskinen,

Anne Pincus and Yukara Shimizu.

http://galleria.porintaiteilijaseura.fi/planet-solitude-6129-n-2148-e-17-10-01-11-2015/

 

2017 wurde planet solitude 48°15'N, 11°46'E in Pasinger Fabrik, München realisiert. In dieser Ausstellung haben acht KünstlerInnen teilgenommen: die in München ansässige Jovana Banjac (HRV), Theresia Hefele (GER), Anna Kiiskinen (FIN), Anne Pincus (AUS), Yukara Shimizu (JPN) und drei KünstlerInnen aus Finnland: Mollu Heino (FIN), Talvikki Lehtinen (FIN) und Marko Lampisuo (FIN).

http://pasinger-fabrik.com/de/ausstellungen/archiv/detailansicht-archiv-programm-pasinger-fabrik/cal/event/detail/2017/06/30/planet_solitude_ausstellung/view-list%7Cpage_id-67.html

 

2018, vom 23. März bis zum 19. Mai, fand planet solitude 48°23'N 9°59'E in der Galerie der pro arte Ulmer Kunststiftung, Ulm mit den in München ansässigen Künstlerinnen Theresia Hefele, Anna Kiiskinen, Anne Pincus and Yukara Shimizu statt.

http://www.proarte-ulmer-kunststiftung.de/galerie/veranstaltungen/anna-kiiskinen-theresia-hefele-anne-pincus-yukara-shimizu/

 

Landschaft kann immer noch als ein Spiegelbild menschlicher Empfindungen oder als ein geistiges, seelisches Abbild der Natur interpretiert werden, so wie in der Landschaftsmalerei des 18./19. Jahrhunderts. Die KünstlerInnen von planet solitude sehen das Thema Landschaft als eine Beschäftigung mit der Natur und der Umgebung an sich, aber auch als eine Projektionsfläche für das menschliche Dasein und für die persönlichen Empfindungen allgemein. Die Natur kann in diesen Arbeiten einem wie eine stille, idealisierte Sehnsuchtslandschaft oder wie eine nostalgische Erinnerungsfläche vorkommen, aber auch als etwas Bedrohliches und Beängstigendes, vor dem man sich klein, ohnmächtig und unbedeutend fühlt. Die Suche nach Abgeschiedenheit, nach Einsamkeit und Ruhe in der Natur, kann man sowohl als Zuflucht als auch als den Weg zur Selbstreflexion sehen. Eine 'Ansicht' ist kein objektiver Ausdruck, sondern subjektiver Eindruck, von Standort und Erfahrung abhängig. Sich als Künstler mit Landschaft oder mit seiner jeweiligen Umgebung zu beschäftigen heißt auch, einen „Standpunkt“ zu finden und sich mit der eigenen kultureller Prägung in subjektiver Wahrnehmungsweise einer naheliegenden Gegend sowie Welt und Natur als Ganzem anzunähern.

 

Alle KünstlerInnen der planet solitude sind von der sozial, kulturell und ästhetisch typischen Landschaft und Umgebung ihrer jeweiligen Heimat – und Wahlheimat – sehr geprägt. Manche von den KünstlerInnen gehen in ihren Betrachtungen der Natur oder des Environments mehr ins Detail, andere wiederum visualisieren die zeitlichen und teils auch sehr drastischen Veränderungen in einer Landschaft. Es sind jeweils sehr persönliche, ästhetische Positionen zum Thema, umgesetzt bis jetzt mit den Mitteln der analogen oder digitalen Fotografie, Malerei, Skulptur, Druckgraphik und Videokunst.

 

planet solitude 2018